Mohamed wurde in der Nähe von Taous geboren. Als Kind wurde Mohamed die Verantwortung übertragen, sich um die Schafe und Kamele seines Vaters zu kümmern. Als er sieben Jahre alt war, besuchte er die Schule in Merzouga und blieb dort bis zum Ende der High School. Die letzten Jahre seines Studiums verbrachte er in Risani, wo Mohamed den Drang verspürte, zur großen Stille und Ruhe in der Wüste zurückzukehren, weil er diesen Lebensstil nicht vergessen konnte.
Taos ist ein kleines Dorf etwa 30 km von Merzouga entfernt. Die meisten Häuser wurden für Soldaten gebaut, deren Aufgabe es war, die algerische Grenze zu bewachen. Anfangs gab es im Dorf keine Wasserquelle und die Einwohner bezogen ihr Wasser aus den Nachbarorten, das per Lastwagen angeliefert wurde.
Merzouga, wo Mohamed heute lebt, ist ein kleines Dorf nördlich von Rissani an der Straße nach Taos. Es liegt direkt neben den Dünen des Erg Chebbi. Westlich davon haben Sie eine riesige Ebene aus Steinwüste. Die Oase von Merzouga ähnelt anderen Oasen, vermittelt jedoch aufgrund ihrer Nähe zu den großen Dünen ein einzigartiges Gefühl. Das Dorf selbst besteht größtenteils aus Lehmhäusern, die sich recht gut in die Landschaft einfügen. Diese Kasbahs waren in der Vergangenheit nicht Teil der Landschaft. Damals waren die meisten Einwohner am Erg Chebbi Nomaden, die in Zelten lebten und in Karawanen durch die Sahara reisten, um Handel zu treiben. Da jedoch inzwischen Grenzen zwischen den Ländern gezogen wurden, die sich die Sahara teilen, ist die Überfahrt nach Algerien, Mauretanien, Mali oder Sudan nicht mehr möglich. Deshalb wurde der Handel eingestellt.
Der Klimawandel beeinflusste auch die Lebensweise der Nomaden. Als es immer trockener wurde, trockneten die Flüsse und Seen aus und hinterließen Spuren in der Landschaft. Das Gras verschwand bald und hinterließ ein karges Land, das für Weidetiere ungeeignet war. In Merzouga herrschten gute Wasserverhältnisse, die den Nomaden ein neues Leben ermöglichten. In der Oase wurden Dattelpalmen gepflanzt und eine kleine Landwirtschaft entwickelt. In den siebziger Jahren strömten langsam Touristen nach Merzouga und heute ist Merzouga ein bekannter Ort auf der touristischen Landkarte Marokkos. Viele Dinge wurden in den letzten Jahren modernisiert, um den Tourismus zu erleichtern, einschließlich der Asphaltierung der Straßen von Rissani nach Merzouga.